Sicherung Hund

Bei der Hundesicherung denken die meisten Menschen an die Sicherung des Hundes im Auto. Doch dass ist leider nur ein Faktor, wenn auch kein Unwichtiger, wo ein Hund gesichert werden muss.

Viel mehr soll es auf dieser und den folgenden Seiten darum gehen, einen sogenannten Angsthund korrekt zu sichern und zu führen.

Denn leider kommen täglich neue Vermissten- und Suchanzeigen entlaufener Hunde herein. Alleine in Deutschland sind tausende von Hunden vermisst, irren herum und leider kommen auch hierbei viele ums Leben.

Meist sind es Hunde aus dem ausländischen Tierschutz, die erst seit kurzem in ihren Pflege-und Endstellen leben. Diese Hunde haben kaum eine Orientierung in den für sie neuen Gebiet, daher reagieren sie panisch und sind nur sehr schwer wieder einzufangen.

Nun könnte man sich die berechtigte Frage stellen, warum Hunde immer wieder die Möglichkeit haben wegzulaufen. Manchmal passiert es leider schon bei der Ankunft am Flughafen oder dem Verladen im eigenen Pkw, oder auch der Hund flüchtet aus der Wohnung oder Garten. Häufig dreht sich der Hund aus dem Halsband oder Geschirr, oder zerbeißt die Leine. Diese Fluchtmöglichkeiten kann man alle unterbinden. Sollte man noch kein passendes Sicherheitsgeschirr haben, gibt es trotz allem die Möglichkeit der Doppelsicherung. Hierbei trägt der Hund ein Geschirr und ein Halsband, an dem jeweils eine Leine befestigt wird. Sollte sich nun der Hund aus dem Geschirr drehen, ist er noch durch das Halsband gesichert. Beißt er in Panik eine Leine durch, ist der Hund noch an einer zweiten Leine abgesichert.

Nun gehen wir erst einmal einen Schritt zurück und klären, was ein Sicherheitsgeschirr ist und warum man es nutzen sollte. Ein Sicherheitsgeschirr zeichnet sich dadurch aus, dass ein zweiter Bauch- und Taillengurt so angebracht ist, dass sich der Hund nicht aus den Geschirr winden kann. Dieses Geschirr muss so angepasst sein, dass sich der Hund auch bei einem plötzlichen Zug nach hinten nicht aus dem Geschirr drehen kann. Im besten Fall sollte der Hund bei der Übergabe bereits mit einem solchen Geschirr ausgestattet sein.

 

Hund mit Sicherheitsgeschirr

Sicherheitsgeschirr mit zweiten Bauch- und Taillengurt














Auch ein weiteres Hilfsmittel sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Leinen sollten möglichst mit Schraubkarabinern ausgestattet sein. Leider ist es immer noch recht unbekannt und micht erstaunt es immer wieder, dass selbst erfahrene Hundeführer nicht mit Leinen arbeiten, die durch Schraubkarabiner gesichert werden. Dieses kleine Hilfsmittel hätte schon so vielen Hunden das Leben retten können. Wie schnell löst sich mal ein Karabiner, gerade wenn Hunde an der Schleppleine miteinander spielen oder sich vor Übermut am Boden wälzen. Aus diesem Vergnügen kann so schnell ein Alptraum werden.


Leine mit Schraubkarabiner

Ein Schraubkarabiner bietet zusätzliche Sicherheit














Auf den folgenden Seiten möchte ich Sie unterstützen sich verantwortungsvoll der Aufgabe zu stellen, einen Hund aus dem Ausland oder einem "Angsthund" ein neues Zuhause zu geben. Denn trotz eventuell auftretender Schwierigkeiten gibt es auch eine Vielzahl positiver Erfahrungen. Die fast allen Hunden angeborene Fähigkeit, sich auf neue, ungewohnte Situationen einzustellen, sich einzufügen und anzupassen, hilft vielen Hunden über alle Anfangsschwierigkeiten hinweg. Wenn sie erstmal erkannt haben, dass die Menschen in ihrer Umgebung keine feindlichen Absichten haben, entscheiden sich die meisten der verängstigten Hunde für ein Dasein in gegenseitiger Toleranz und Zuneigung und sehen einen ganz normalen, angstfreien Hundeleben entgegen. Dann hat sich für Hund und Mensch alle Mühe gelohnt.


Und hier gibt es den Artikel noch mal als pdf Datei, der gerne geteilt werden darf.

Die richtige Sicherung von Hunden